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Japan Reisetipps 2026: Alles, was ich vor meiner Rundreise gerne gewusst hätte

  • Autorenbild:  Ann-Sophie Bünting
    Ann-Sophie Bünting
  • 22. Juni
  • 8 Min. Lesezeit

Japan gehört zu den Ländern, die mich immer wieder tief berühren. Nicht nur wegen der Schönheit seiner Tempel, Gärten und Landschaften, sondern auch wegen der besonderen Mischung aus Tradition, Höflichkeit und moderner Technologie. Im Mai 2026 bin ich erneut nach Japan gereist. Diesmal führte mich meine Route von Tokio über Kamakura nach Kyoto und Kobe, bevor ich einige letzte Tage in Tokio verbrachte.


Viele Leser*innen fragen mich nach praktischen Tipps: Wie funktioniert die Einreise? Welche Fahrkarten braucht man? Wie kommt man am besten von Stadt zu Stadt? Und lohnt sich eine eSIM wirklich?

In diesem Artikel teile ich meine wichtigsten Erfahrungen, damit deine Japanreise entspannter, einfacher und günstiger wird.


Japan Reisetipps 2026, Ann-Sophie Bünting, Asakusa Schrein Tokio
Zwischen Tradition und Großstadtleben: Der Asakusa-Schrein gehört für mich zu den schönsten Orten in Tokio.


INHALT






Vor der Einreise: Das Online-Formular unbedingt vorab ausfüllen


Mein wichtigster Tipp noch vor dem Abflug: Registriere dich vor deiner Reise bei dem offiziellen System Visit Japan Web und fülle alle Einreise- und Zolldaten online aus.


Nach dem Ausfüllen erhältst du einen QR-Code, den du bei der Einreise vorzeigen kannst. Dadurch sparst du dir das Ausfüllen von Papierformularen und kannst die Einreise deutlich beschleunigen. Wenn du nach dem langen Flug müde bist, hast du dann schon alles parat und erledigt.



Mein Tipp:

Erstelle einen Screenshot des QR-Codes und speichere ihn zusätzlich offline auf deinem Handy.



Direkt am Flughafen Bargeld abheben


Japan wird zwar zunehmend digitaler, Bargeld spielt jedoch weiterhin eine große Rolle.


Besonders wichtig: Wenn du eine physische Suica Card kaufen möchtest, benötigst du häufig Bargeld. Deshalb hebe ich direkt nach der Landung am Flughafen Yen ab. Besonders unkompliziert funktionieren meist die Geldautomaten von 7-Eleven.


Die Suica Card ist eine aufladbare Verkehrskarte und funktioniert in großen Teilen Japans.


Mit ihr kannst du:

  • Metro fahren

  • Züge nutzen

  • Bus fahren

  • Getränkeautomaten bezahlen

  • in vielen Convenience Stores einkaufen


Du hältst die Karte einfach an das Lesegerät und musst keine einzelnen Tickets kaufen. Die Suica Card lässt sich ebenfalls an Automaten aufladen, wenn du dein Fahrgeld aufgebraucht hast. Man kann sie außerdem auf das iPhone digital ins Wallet übertragen, sodass du nur dein Handy mitnehmen brauchst.


Mein Tipp:

Nimm ein Portemonnaie mit, das genügend Platz für Münzen und Geldscheine bietet. In Japan sammelt sich erstaunlich schnell eine große Menge Kleingeld an.



Meine Route durch Japan


Meine Rundreise 2026 habe ich selbst geplant und organisiert. Viele Orte wollte ich mir nach meiner ersten Reise vor zwei Jahren nochmal ansehen. Man kann jedoch in jeder Stadt so viel Neues entdecken und erleben! Meine Route war dieses Mal:


Tokio → Kamakura → Kyoto → Kobe → Tokio


Reiseroute Japan, Reisetipps Japan 2026, Ann-Sophie Bünting
Meine Route durch Japan 2026: Tokio, Kamakura, Kyoto und Kobe – eine Reise zwischen Spiritualität, Geschichte und modernem Großstadtleben.

Diese Kombination würde ich jederzeit wieder wählen. Sie verbindet moderne Großstadt, spirituelle Orte, traditionelle Kultur und persönliche Entdeckungen auf wunderbare Weise. Wenn Japan noch ganz neu für dich ist, würde ich anstatt Kobe die Städte Osaka und vor allem Nara empfehlen. Kobe habe ich aus persönlichen Gründen gewählt.



Tokio bei Regen: Zwei Museen, die ich sehr empfehlen kann


Viele Reisende hoffen auf Sonne – aber auch Regentage haben in Tokio ihren Zauber. Dieses Mal war ich Mitte bis Ende Mai in Japan - direkt bevor die Taifun Season Anfagn Juni losgeht. Es war ziemlich heißt, bei 29 Grad fast täglich. Von 14 Tagen hat es nur an etwa drei Tagen geregnet. Hier meine Empfehlungen, wenn es regnet.


Edo-Tokyo Museum

Wenn du tiefer in die Geschichte Japans eintauchen möchtest, lohnt sich ein Museumsbesuch. Besonders spannend fand ich die Einblicke in das alte Edo, wie Tokio früher hieß. Ich würde für den Besuch 2-3 Stunden mindestens einplanen. Es ist sehr interaktiv und spannend gestaltet und es gibt sehr viel zu entdecken.


Mein Tipp:Buche dein Ticket unbedingt online vorab. Die Schlange vor dem Museum kann über eine Stunde Wartezeit kosten.



Edo Museum Tokio, Kimono, Japan Reisetipps 2026, Ann-Sophie Bünting
Ein prachtvoller Hochzeitskimono aus der Edo-Zeit – ein faszinierender Einblick in die japanische Kulturgeschichte.

Hiroshige Museum

Der berühmte Holzschnittkünstler Utagawa Hiroshige prägte bis heute unser Bild des historischen Japans. Die feinen Landschaftsdarstellungen zeigen ein Japan, das vielerorts noch immer spürbar ist. Das Museum ist sehr klein und man kann kein großes Originalwerk von Hiroshige begutachten. Das hat mich allerdings weniger gestört, denn viel interessanter war es über die Drucktechnik zu lernen.


Was ist nicht wusste, ist dass Hiroshige Lehrer war und viele Bücher für seine Schüler*innen verfasst hat mit diverse Skizzen. Diese darf man sogar selbst in den Händen halten.



Tagesausflug von Tokio nach Kamakura


Von Tokio aus kannst du wunderbar einen Tagesausflug nach Kamakura unternehmen.

Kamakura war einst die politische Hauptstadt Japans und ist heute bekannt für:

  • historische Tempel

  • Bambusgärten

  • Küstenlandschaften

  • den berühmten Großen Buddha


Buddha-Statue Kamakura, Japan Reisetipps 2026, Ann-Sophie Bünting
Der Große Buddha von Kamakura zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Japans – und wirkt in Wirklichkeit noch beeindruckender als auf Fotos.

Ich habe den Ausflug über GetYourGuide gebucht, was sehr entspannt war. Gerade wenn ich alleine reise ist ein Tagestrip eine schöne Möglichkeit andere Reisende kennenzulernen, sich auszutauschen und gegenseitig Reisetipps zu geben. Außerdem braucht man sich um nichts kümmern und wird mit dem Bus an die schönsten Orte gefahren, abgesetzt und wieder eingesammelt.



Gotokuji Tempel Tokio: Der berühmte Katzentempel


Einer meiner liebsten Orte in Tokio ist der Gotokuji Tempel. Die wunderschöne Tempelanlage gilt als Geburtsort der berühmten Maneki Neko – jener winkenden Glückskatze, die man in Japan an unzähligen Orten entdeckt. Tausende weiße Katzenfiguren säumen das Tempelgelände und schaffen eine ganz besondere Atmosphäre zwischen Spiritualität, Tradition und verspielter Schönheit.


Trotz seiner Bekanntheit wirkt der Tempel erstaunlich ruhig und entschleunigt. Umgeben von alten Bäumen, gepflegten Gärten und historischen Gebäuden lädt er dazu ein, für einen Moment dem Trubel Tokios zu entfliehen. Für mich war der Besuch weit mehr als ein Fotostopp – vielmehr ein Ort, der die besondere Mischung aus Magie, Ästhetik und japanischer Kultur spürbar macht.


Gotokuji Tempel Tokio: Der berühmte Katzentempel, Reisetipps Japan 2026, Ann-Sophie Bünting
Tausende Maneki Neko erinnern im Gotokuji Tempel an erfüllte Wünsche und Gebete ihrer Besitzer*innen. Die rechte erhobene Pfote steht für Glück, Wohlstand, Erfolg und günstige Gelegenheiten im Leben.

Viele Besucher kaufen im Tempel eine kleine Maneki Neko, verbinden sie mit einem Wunsch oder Gebet und nehmen sie zunächst mit nach Hause.


Wenn der Wunsch in Erfüllung gegangen ist, bringen sie die Katze zurück und stellen sie zu den Tausenden anderen Figuren als Zeichen des Dankes.

Mein Tipp: 

Plane den Besuch am besten am frühen Morgen oder unter der Woche. Dann kannst du die besondere Stimmung des Tempels in aller Ruhe genießen und die vielen Glückskatzen ohne große Menschenmengen entdecken.



Warum ich diesmal besonders viel Zeit in Kyoto verbringen wollte


Kyoto ist für mich das Herz Japans. Während Tokio fasziniert, berührt Kyoto. Besonders wichtig waren für mich folgende Orte und Aktivitäten.


  1. Mount Kurama

Ein magischer Ort in den Bergen nördlich von Kyoto. Viele Reiki-Praktizierende kennen den Berg als spirituellen Kraftort. Auf dem Gipfel des Berges wurde Reiki von seinem Gründer Mikao Usui während einer Meditation entdeckt. Die Wanderung durch die alten Zedernwälder gehört jedes Mal zu meinen Höhepunkten. Es ist ein wunderbarer Tagesausflug, der einen auftanken und staunen lässt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Kurama Berg leicht von Kyoto aus zu erreichen.


📖 Mehr über den Kurama Berg erfährst du hier in meinem Blogartikel: "Reiki Tour zum Mount Kurama".



  1. Fushimi Inari Taisha

Die berühmten roten Torii-Tore zählen zu den bekanntesten Fotomotiven Japans. Die meisten Touristen schaffen es jedoch gar nicht bis ganz nach oben, sodass man dort weniger Menschen antrifft. Mich fasziniert vor allem der Bezug zum Shinto mit den unzähligen Schreiben, Statuen und magischen Symbolen. Der Aufenthalt auf dem wunderschönen schattigen Berg fühlt sich ein bisschen an, wie der Besuch in einem Wunderland der japanischen Kultur.


Mein Tipp:

Früh morgens oder abends zum Sonnenuntergang kommen. Dann erlebst du die besondere Atmosphäre ohne große Menschenmengen. Öffnungszeiten sind rund um die Uhr.


Die berühmten roten Torii des Fushimi Inari Taisha in Kyoto zählen zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Japans.
Die berühmten roten Torii des Fushimi Inari Taisha in Kyoto zählen zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten Japans.

  1. Teezeremonie

Eine traditionelle Teezeremonie gehört für mich inzwischen zu jeder Japanreise dazu. Sie vermittelt viel mehr als nur die Zubereitung von Matcha – nämlich eine Haltung von Achtsamkeit, Präsenz und Wertschätzung.


Ich hatte mir dieses Mal sogar mehrer Teezeremonie gebucht über GetYourGuide und mir hat besonders die beim Jotokuji-Tempel gefallen. Dabei gab es wertvolles Hintergrundwissen und man durfte sogar selbst Matcha nach traditioneller Art zubereiten.


Mein Tipp: Buche deine Aktivitäten über GetYourGuide App einige Monate im Voraus. So hast du deinen Platz sicher. Sollte sich an deiner Planung etwas ändern, kannst du kurzfristig umbuchen.


📖 Mehr über den Teezeremonie erfährst du hier in meinem Blogartikel: "Meine zweite Japanreise – Reiki, Shintō und die Magie des japanischen Alltags"




Shinkansen fahren: Schnell, bequem und einfacher als gedacht


Der Shinkansen ist die angenehmste Art, sich durch Japan zu bewegen und der schnellste Zug der Welt. Die Strecke Tokio–Kyoto kostet je nach Verbindung ungefähr 72 Euro und dauert etwa 2,5 Stunden.


Ich empfehle den Zug nicht zu einer festen Uhrzeit mit Sitzplatz zu reservieren. Warum? Die Shinkansen-Züge sind extrem pünktlich und halten immer nur genau eine Minute lang. Wenn du deinen Zug verpasst, kannst du mit einem nicht reservierten Ticket meist deutlich flexibler auf die nächste Verbindung ausweichen. Außerdem fährt der Shinkansen etwa alle 10 Minuten.


Mein Tipp:

Wenn möglich, wähle den Nozomi Shinkansen. Er ist die schnellste Verbindung auf der Strecke Tokio–Kyoto. Kaufe dir deine Tickets lieber immer direkt am Schalter. So gehst du sicher, dass du alles richtig kaufst. Am Automaten scheitern die meisten, weil dann häufig ein Ticket fehlt und sie nicht durch den Bahnhofszugang durchkommen.



Koffer von Hotel zu Hotel verschicken - top Japan Reisetipp


Dieser Service ist einer der besten Japan Reisetipps überhaupt. Du gibst deinen Koffer einfach im Hotel ab und reist nur mit kleinem Gepäck weiter. Mein Koffer wurde von Tokio nach Kyoto geschickt und war bereits am nächsten Morgen angekommen.


Kostenpunkt: nur etwa 15–16 Euro.

Abgabezeit: am Vortag bis 14/15 Uhr. Für mich lohnt sich das jedes Mal.



eSIM: Lieber direkt Unlimited buchen


Ein Fehler, den viele Reisende machen: zu wenig Datenvolumen.

Durch die ständige Nutzung von:

  • Google Maps

  • Übersetzungsapps

  • Restaurantsuche

  • Bahnverbindungen

verbraucht man deutlich mehr Daten als gedacht.


Ich würde heute immer direkt eine Unlimited-eSIM buchen. Diese kannst du schon vor deiner Einreise kaufen und sie dann am Flughafen in Tokio aktivieren. Natürlich gibt es dort gutes W-Lan. So bist du bereits für deinen Fahrtweg zum Hotel mit Google-Maps. Das geniale dran ist übrigens, dass Google-Maps dir sogar den jeweiligen Ein- und Ausgang vom Bahnhof anzeigt und du so noch schneller ans Ziel gelangst. Insbesondere mit viel Gepäck erspart es dir so Umwege.


Zusätzlich empfehle ich einen leichten Powerbank-Akku für unterwegs. Gerade bei langen Tagen in Tokio oder Kyoto war ich froh, mein Handy zwischendurch laden zu können.



Mein Fazit


Japan ist eines der schönsten, angenehmsten und sichersten Reiseländer, die ich kenne.


Mit ein wenig Vorbereitung – QR-Code vorab erstellen, Suica Card besorgen, Koffer verschicken und eine gute eSIM buchen – wird die Reise noch entspannter.


Und dann bleibt mehr Zeit für das Wesentliche: Tempel besuchen, Matcha trinken, durch kleine Gassen schlendern und die besondere Magie Japans zu erleben.


Kleine Statuen in Kamakura beim Hase-dera Tempel, Japan Reisetipps 2026, Ann-Sophie Bünting
Einer meiner stillsten Lieblingsorte in Kamakura: die kleinen Jizō-Figuren beim Hase-dera Tempel stehen für Mitgefühl, Schutz und Verbundenheit.

Reiki lernen: Die spirituelle Seite Japans selbst erfahren


Wer durch Japan reist, begegnet nicht nur beeindruckenden Tempeln, Schreinen und jahrhundertealten Traditionen. Man spürt auch eine besondere Haltung gegenüber dem Leben: Achtsamkeit, Respekt, Verbundenheit mit der Natur und die Wertschätzung des Augenblicks.


Viele dieser Werte finden sich auch im Reiki wieder. Die von Mikao Usui entwickelte Methode entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in Japan und wird heute weltweit praktiziert. Während meiner Reisen fasziniert mich immer wieder, wie lebendig die kulturellen Wurzeln des Reiki in Japan noch heute erlebbar sind.


Wenn du tiefer in diese japanische Heilkunst eintauchen möchtest, lade ich dich herzlich zu meiner Reiki 1 Ausbildung ein. Dort lernst du die Grundlagen des Reiki, die Geschichte und Philosophie dieser besonderen Methode sowie die Anwendung für dich selbst und andere. Die Ausbildung eignet sich sowohl für Anfängerinnen als auch für Menschen, die ihre spirituelle Praxis vertiefen möchten.



Vielleicht beginnt deine Reise nach Japan nicht erst im Flugzeug – sondern mit dem ersten Schritt auf deinem eigenen Reiki-Weg.



Du möchtest noch mehr über Japan und meine Erlebnisse lesen?


📖 Anbei findest du die Links zu meinen Blogartikeln nach meiner Japan Reise in 2024:




💌 Solltest du Fragen rund um das Thema Reiki und Reiki Ausbildungen haben, wende dich jederzeit gerne an mich per Mail unter hello@inbalance-healing.com Ich freue mich von dir zu lesen! Alles Liebe, Deine Ann-Sophie




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