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  • Autorenbild Ann-Sophie Bünting

REIKI ARTIKEL IN DER MAXI

Aktualisiert: 10. Apr.

Ich durfte als Gastautorin einen Artikel für das Magazin MAXI schreiben. In der Novemberausgabe auf S.18 könnt ihr diesen finden. Die Ausgabe ist seit dem 02.10.23 an allen Kiosken in Deutschland zu finden. Für alle, die keine Möglichkeit haben an die Zeitschrift zu kommen, gibt es hier den Artikel von mir zum lesen. Ganz viel Freude dabei!


HAND DRAUF!


Nach Yoga haben die Stars, wie Miranda Kerr, sie schon für sich (wieder-)entdeckt – eine Achtsamkeitspraxis, für die es keine Tools braucht und die wir einfach selbst lernen können: Das ist Reiki! Unsere Gastautorin erklärt, was es mit der Energielehre auf sich hat und wie sie uns dabei hilft gelassener im Alltag zu werden

Text: Ann-Sophie Bünting

Manchmal denken wir an jemanden und die Person ruft genau in dem Moment an. Und manchmal, da betreten wir einen Raum und können den Vibe richtig spüren: Vielleicht ist die Atmosphäre hell und angenehm, vielleicht aber auch bedrückend, eher unangenehm und dunkel. Ob wir es Vibes nennen oder Bauchgefühl – das, was wir da wahrnehmen, ist Energie, jeden Tag und zu jeder Zeit. Mit allen Menschen, die uns täglich begegnen, gehen wir in einen Energieaustausch – vielleicht nur kurz beim Vorbeigehen, auf dem Weg ins Büro morgens, oder in der Mittagspause mit der Lieblingskollegin, bei einem ausführlichen Gespräch über das letzte Tinder-Date.


Die unbewusste Wahrnehmung von Energie ist das eine. Was aber geschieht, wenn wir anfangen Energie bewusst wahrzunehmen und sie zu lenken? Was wäre, wenn wir diese Energie für uns nutzen könnten, um ausgeglichener, ruhiger und zufriedener zu sein? Was wäre, wenn wir lernen könnten uns abzugrenzen, um negativen Energien nicht mehr einfach so ausgesetzt zu sein?


Meine erste Job-Erfahrung begann vor einigen Jahren im Großraumbüro, als Grafikdesignerin in Hamburg. Ich bin von Grund auf sehr feinfühlig und es fiel mir unglaublich schwer, mich nicht in andere einzufühlen, oder frei von dem Einfluss der Laune anderer zu bleiben. Abends ging ich oft niedergeschlagen und sehr gereizt nach Hause. Spiritualität war nicht mein Thema, ich begann jedoch mit Yoga und konnte feststellen, dass ich deutlich entspannter im Alltag wurde und mit meinen Emotionen besser umgehen konnte. Mein Yogalehrer sagte mir: „Du musst auf der Arbeit versuchen in deiner eigenen Energie-Bubble zu bleiben.“ Ich hatte keine Ahnung, wie das gehen sollte. Einige Monate später entschied ich mich dafür Reiki zu lernen. Gesagt, getan. Der Wochenendkurs war gebucht und ich ging ohne Erwartungen an einem strahlenden Frühsommertag hin.


Dies sollte der Anfang einer langen Reise werden. Ich lernte, wie ich Reiki für mich selbst nutzen konnte und auch andere damit zu behandeln. Zum ersten Mal hörte ich das Wort „Chakra“ und fühlte mich wie eine Walnuss, die sanft geknackt worden war. Mein Kern kam zum Vorschein. Auf einmal kamen Themen von mir an die Oberfläche, die ich am liebsten in der hintersten Ecke meines emotionalen Kleiderschranks vergraben gelassen hätte. Es begann eine Transformation auf allen Ebenen.



EINE ENERGIE, DIE UNS IMMER UMGIBT


Reiki ist eine alternative Heilmethode, die um 1920 in Japan vom buddhistischen Mönch Mikao Usui wieder entdeckt wurde. Das Wort „Reiki“ lässt sich in zwei japanische Wörter unterteilen, in „Rei“ = „universell“ und „Ki“ = „Lebensenergie“. Das Wort Lebensenergie kennen viele aus dem Yoga als „Prana“ oder aus dem Chinesischen als das „Qi“ von Qi Gong. Reiki ist eine Energiefrequenz,

die uns immer umgibt. Man kann sich ein Radio vorstellen, bei dem man einen bestimmten Sender auf Empfang dreht. Wenn man Reiki gelernt hat und dafür eingestimmt ist, kann man diese Funkwellen im übertragenen Sinne immer und überall, das ganze Leben lang empfangen. Der bloße Gedanke daran reicht schon aus, um die Reiki-Energie in den eigenen Händen zu spüren.


Genau darin liegt auch der Unterschied zu der eigenen Energie: Wenn du viel machst und tust, sollte man sich Zeit zum Auftanken gönnen, um sich wieder aufzuladen. Die Energiereserven sind nämlich irgendwann aufgebraucht. Bei der Reiki-Energie hingegen ist es anders: Diese anzuwenden, für sich selbst und für andere, erschöpft nicht und macht auch nicht müde. Das Verblüffendste daran ist jedoch, dass die Anwendung unfassbar einfach ist und jeder Reiki lernen kann. Wenn uns als Kind etwas geschmerzt hat, hat unsere Mutter die Hand daraufgelegt oder den Kopf gestreichelt und getröstet. Wenn uns der Magen schmerzt, legen wir unsere Hände auf den Bauch. Wenn es einer Freundin schlecht geht, streicheln wir ihr liebevoll über ihren Rücken. All das passiert intuitiv und genau darum geht es bei der Anwendung von Reiki.



WIE KANN MAN SICH REIKI ZUNUTZE MACHEN?


Darüber könnte ich Bände schreiben, um mit den Basics zu beginnen und es auf den Punkt zu bringen; immer, wenn etwas wehtut, kann man die Hände darauflegen und Reiki-Energie fließen lassen. Bei Verletzungen, nach Unfällen, bei Kopfschmerzen, Regelschmerzen, Übelkeit, Unwohlsein, bei Angst, Stress, innerer Unruhe kann man sich selbst mit Energie versorgen – ohne jegliche Hilfsmittel. Dafür braucht man nur die eigenen Hände und die hat man schließlich immer dabei. Schon zehn bis 20 Minuten können ausreichen, um einen positiven Unterschied zu vorher wahrzunehmen. Natürlich gibt es kein Heilversprechen, aber einen Impuls zum selbst ausprobieren, denn die positiven Effekte sind sehr vielseitig.


Schmerzen können gelindert werden, die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert und die Wundheilung beschleunigt sich. In der Regel fühlt man sich danach ruhiger, gelassener und friedlicher. Das liegt daran, dass währenddessen das vegetative Nervensystem in den Parasympathikus umschaltet. Es kommt zu einer Tiefenentspannung und man fühlt sich, als wäre man in verschiedenen Wachzuständen, wie kurz vor dem Einschlafen.



REIKI-ENERGIE KANN FESTGESETZTE GEFÜHLE LÖSEN


Ein Grund, warum ich nur zu Masseuren gehe, die Reiki gelernt haben, ist: Reiki wirkt auf drei verschiedenen Ebenen – auf physischer, mentaler und emotionaler Ebene. Das bedeutet, dass angestaute Emotionen, die wir im Körper gespeichert haben, gelöst werden können. Vielleicht kommt bei einer Reiki Behandlung alte Trauer an die Oberfläche und danach fühlst du dich leichter ums Herz. „Vielleicht“ schreibe ich, denn jeder nimmt die Reiki–Energie ganz anders wahr. Die meisten, die Reiki anwenden, empfinden es als Wärme in den Händen, wie ein Kribbeln, ein magnetisches Gefühl oder ein leichtes Stechen. Wenn man Reiki empfängt, spürt man es im Körper da, wo die Energie gebraucht wird. Es ist möglich, dass man Farben vor dem inneren Auge oder Bilder sieht. Man sich entweder sehr leicht, wie eine schwebende Feder, oder so schwer, wie ein Stein fühlt.


Darüber hinaus kann Reiki jedoch auch ein Tool zur Selbstentwicklung sein und liebevoll begleiten, wenn man sich der eigenen Innenwelt widmen möchte, an sich selbst oder an Verhaltensmustern arbeiten möchte und sich selbst besser verstehen oder spüren will. Präventiv kann man dann im nächsten Schritt sogar Krankheiten vorbeugen, weil man durch das Feingefühl die eigenen Körpersignale klarer wahrnimmt und deuten kann.



UND WO GIBT’S DAS IM ECHTEN LEBEN?


In vielen Wellnesseinrichtungen wird Reiki neben Massagen oder in der Kombination damit angeboten. Auch in vielen Krankenhäusern wird es als Schmerz- oder Entspannungstherapie angewendet, insbesondere in Reha-Einrichtungen. Dadurch sollen weniger Schmerzmittel für die Patienten notwendig sein.


Und auch unter den Promis finden sich bekennende Reiki Fans, wie Topmodel und Unternehmerin Miranda Kerr. Sie gönnt sich vor wichtigen Events, wie etwa der Met Gala in New York sogenannte Reiki Facials. Danach soll die Haut besonders schön strahlen. Auf den Events ihrer eigenen Kosmetikmarke, Kora Organics, bietet sie kurze Reiki-Sessions für ihre Gäste an. Insbesondere in L.A. ist ein gesunder Lifestyle sehr trendig, dadurch rückt auch Reiki als spirituelle Praxis immer mehr in den Vordergrund.


Auch in unseren Lieblingsserien wird Reiki immer populärer: In der dritten Staffel Bling Empire (Netflix) taucht Reiki-Healer Janice (Tara Méi) auf, die der Gruppe eine Healing-Session gibt. Die Gemüter von Kane, Kevin, Kim und Co. beruhigen sich. Aus einem Streit entsteht Empathie und Versöhnung. Und auch in der neuen Grey`s Anatomy Staffel wurde Reiki als Entspannungsmethode vor der Operation von Catherine erwähnt. Richard ist überrascht, Catherine mit Taya, Seattles angesehenster Reiki Praktikerin, anzutreffen.


Modernes Reiki ist eben undogmatisch, einfach und zugänglich. Es darf Spaß machen und jeder kann es lernen. Mit Reiki kann man zu mehr Verbindung zu sich selbst, den Emotionen und Körpersignalen gelangen. Die eigene Intuition wird gestärkt und man wird gelassener im Alltag – und wer würde dazu in so turbulenten Zeiten Nein sagen?!.


Quelle: Novemberausgabe Zeitschrift MAXI, S.18-20. Seit dem 02.10.23 bis Anfang November an allen Kiosken in Deutschland zu finden.

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