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  • Lisa Pedersen

DIE MAGIE DER RAUHNÄCHTE

Umgeben von Mythen und Bräuchen zelebrieren wir die 12 Rauhnächte, vom 25. Dezember bis zum 6. Januar, welche eine besondere Zeit zwischen den Jahren markieren.


Im alten Brauchtum spricht man von den Rauhnächten auch als "Zeit, außerhalb der Zeit".

Sie beschreiben die Differenz zwischen den 12 Monaten in Mondphasen (354 Tage) und dem Sonnenjahr (365 Tage).


Im Jahreskreis zählen die Rauhnächte übrigens zu den heiligsten Nächten, während welcher früher die Arbeit komplett niedergelegt wurde und man sich mit Innenschau und Meditation dem Seelenleben widmete.


Sie werden auch Losnächte (Losen = vorhersagen) genannt, da sie symbolisch gesehen, für die kommenden zwölf Monate im neuen Jahr stehen.


Es war und ist eine besondere Zeit des Hellsehens, der Prophetie, des Orakelns, zum Loslassen und Setzen von Intentionen für das neue Jahr.


"Es ist die Zeit, sich von den Spuren des alten Jahres zu erholen, in sich einzukehren und das Schicksal neu zu weben." (Caroline Deiß - „Geheimnisvolle Rauhnächte“)


Odins Wilde Jagd


Zur Mitte der Zwölfnächte soll die „wilde Jagd“ aufbrechen.


Die wilde Jagd wird vom germanischen Gott Odin auf Sleipnir, seinem achtbeinigen Schimmel, und seiner Gemahlin Frigg, oftmals eher unter dem Namen Frau Holle bekannt, angeführt.

In ihrem Gefolge befinden sich die Seelen der Toten.


Der Legende nach öffnet Odin selbst die Tore zu den Anderswelten und gewährt den Seelen der Verstorbenen, Geister und Dämonen Ausgang.


Das Totenheer saust mit starkem Wind, Gerassel, Schreien und Heulen durch die Lüfte.


Vorsicht geboten sei denjenigen, welche die Wilde Jagd beobachten - in Windeseile werden sie von ihr erfasst und mitgerissen.


Darum hielt man sich früher während der Rauhnächte lieber im Haus auf, bis die Wilde Jagd vorüber war.



Rituale für die Zeit zwischen den Jahren


1. RAUHNÄCHTE-RITUAL: RÄUCHERN


Die Rauhnächte wurden früher auch „Rauch-Nächte“ genannt.

Durch das Räuchern von Haus und Hof sollen böse Geister und negative Energien vertrieben und die lichten Kräfte angezogen werden.


Für das Räucher-Ritual für Haus oder Wohnung eignen sich besonders Weihrauch, Kampfer, Myrrhe, Engelwurz und Salbei.


Anleitung:

  • Setze dir vorab eine Intention.

  • Gehe dann mit einer Räucherschale durch die Zimmer und puste Rauch in jede Ecke.

  • Stelle dir dabei vor, wie sich alles Negative mit dem Rauch auflöst und wie du Raum für Neues, Positives und Großartiges schaffst.



2. RAUHNÄCHTE-RITUAL: 13 WÜNSCHE


Was erhoffst du dir vom kommenden Jahr?


  • Mache dir Gedanken und formuliere deine 13 Wünsche.

  • Schreibe diese einzeln auf Zettel und falte sie klein.

  • Am 25. Dezember nimmst du den ersten Zettel hervor und verbrennst ihn ungelesen (in einer feuerfesten Schale).

  • Du verbrennst jeden Abend einen Wunsch bis von den 13 Wunschzetteln nur noch einer übrig ist.

  • Diesen letzten Wunschzettel darfst du öffnen und lesen.

  • Diesen Wunsch wirst, darfst und musst du dir selbst erfüllen.



3. RAUHNÄCHTE-RITUAL: TRAUMTAGEBUCH


Da jede der 12 Rauhnächte für einen Monat im kommenden Jahr steht, können unsere Träume in diesen Nächten die Ereignisse des betreffenden Monats voraussagen. Es kann daher durchaus spannend sein, während der Rauhnächte ein sogenanntes Traumtagebuch zu führen.



4. RAUHNÄCHTE-RITUAL: TAROTKARTE ZIEHEN


Ein weiterer Favorit von mir ist das Rauhnachts-Tarotkartenziehen.

Nimm dazu dein liebsten Kartendeck (können natürlich auch Orakelkarten oder Ähnliches sein).

Du kannst auch online eine Tarot Tageskarte ziehen.

Wiederum symbolisiert jede der zwölf Karten dabei einen der zwölf Monate des kommenden Jahres.




Zelebriere die Rauhnächte ganz bewusst


Ich persönlich beginne mit dem Einstimmen auf die Rauhnächte an Yule, am 21. Dezember und schreibe meine 13 Wünsche für das kommende Jahr auf kleinen Zettelchen nieder, welche ich in eine besondere Schale oder eine schöne Schachtel lege.


Dann räuchere ich das Haus das erste Mal, in 3 Stufen:

  • Reinigung (Salbei)

  • Harmonisierung (Styrax)

  • Energetisierung (Weihrauch)

Dabei arbeite ich übrigens mit einer Räucherfeder. Kann man machen, muss man aber nicht.


In den folgenden Tagen habe ich meinen eigenen kleinen Ritualablauf:

1. AM MORGEN Kerze und Räucherwerk anzünden und Traumtagebuch schreiben.

2. AM ABEND

Wunschzettelchen ziehen und verbrennen und eine Tarotkarte ziehen.



Ich wünsche dir eine fabelhafte Reise durch die Rauhnächte und viel Spaß beim Räuchern und Orakeln,

Lisa











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